Sicherheit: Der Administrator ist immer schuld

Rechtlich gesehen haftet der Geschäftsführer für Schäden, die durch mangelnde IT-Sicherheit entstehen. Mehr als drei Viertel der Geschäftsleiter wissen das. Dies belegt eine aktuelle Studie von WatchGuard Technologies unter 296 Geschäftsführern und IT-Managern in Deutschland und Großbritannien.

Während die rechtliche Aspekt in Deutschland klar definiert zu sein scheint, üben lediglich 20% - Großbritannien dagegen 25% aller Verantwortlichen - ihre Verantwortung im Bereich IT-Sicherheit aus. Laut der Umfrage verlassen sich die anderen bei derartigen Entscheidungen, entsprechenden Auswahlverfahren und anderen Aktivitäten rund um die IT-Sicherheit, vertrauensvoll und auch gedankenlos auf ihre Netzwerkadministratoren, d. h. diese Verantwortlichen tragen zwar die Verantwortung und müssen im schlimmsten Fall für Fehler und/oder Fehlentscheidungen haften, sind aber über die Einzelheiten nicht oder nur teilweise informiert bzw. vertraut.

Dies scheint den Verantwortlichen immerhin bewusst zu sein, denn fast 66% fühlen sich nicht ausreichend informiert, wie für sie persönlich die rechtlichen Konsequenzen von mangelhaft bzw. falsch installierten und konfigurierten IT-Sicherheitsmechanismen im Fall der Fälle tatsächlich aussehen. Zwar sind die Briten im Vergleich besser über die aktuellen Paragraphen und gesetzlichen Bestimmungen informiert, doch in beiden Lagern die Angst sehr groß, dass im Schadensfall keine Versicherung für den Schaden aufkommt.

„Wer vertrauliche Kundendaten in Computernetzwerken speichert oder von dort in andere Netze überträgt, bewegt sich schon längst nicht mehr im rechtsfreien Raum: Inzwischen gibt es zahlreiche gesetzliche Bestimmungen rund um Archivierung und Datenschutz, wie zum Beispiel den Sarbanes-Oxley-Act. Die Einhaltung dieser Vorschriften sollte bei jeder Organisation an erster Stelle stehen. Es ist sehr wichtig, dass die Geschäftsführung für IT-Sicherheit verantwortlich ist und sowohl Zeit als auch Geld in diesen Bereich steckt. IT-Sicherheit ist Chefsache und darf nicht auf die IT-Administratoren abgewälzt werden. Im schlimmsten Fall kommen sonst unangenehme rechtliche Konsequenzen auf das Unternehmen zu“, erklärt Anna Focks, Senior Director EMEA, WatchGuard.
Quelle: TecChannel-News vom 06.12.2005


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