Internet-Angriffe auf Firmen nehmen deutlich zu

Wie das Bundesministerium des Inneren heute in einer Pressemitteilung bekanntgegeben hat, nehmen die Angriffe auf deutsche Firmen über das Internet durch fremde Nachrichtendienste zu.

In dem heute durch den Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble in Berlin vorgestellten aktuellen Verfassungsschutzbericht (2005), wird vor einer "zunehmenden Anzahl von Angriffen über das Internet" auf deutsche Unternehmen und Behörden gewarnt. Durch den Einsatz der modernen Kommunikationsmittel wird es ausländischen Nachrichtendiensten erleichtert, diese für die Beschaffung interessanter Informationen zu nutzen.

Dem Bericht zufolge nimmt die Bedeutung von Angriffen durch Schadsoftware wie Viren oder Trojaner zu. Diese Aussage wird durch die bereits in den USA erfolgten Angriffe auf nationale Netze und Strukturen untermauert. Die Art und Weise der Vorgehensweise lässt dabei den Schluss zu, das die Angriffe durch staatliche Stellen zumindest geduldet werden. Es wird dabei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Angriffe nicht ausschließlich auf die USA und Kanada beschränken. Die Welle schwappt nach Europa.

Als Beispiel aus Europa wird ein Fall aus Deutschland beschrieben. Hierbei wurde eine Firma im Jahr 2005 von einem Innentäter, der zusätzliche Hardware im Netzwerk installiert hatte, Opfer eines Spionageangriffs. Die Täter konnten dadurch auf das Netz zuzugreifen und auf interne Daten (wie Geschäftsberichte, neue Entwicklungen und Mitarbeiterdaten) zugreifen.
Quelle: Bundesministerium des Inneren vom 31.05.2006


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